
UZH, Universität Zürich
VergrößernForschung
DNA-Synthese Live
Um die Synthese von DNA oder Proteinen in einem Lebewesen sichtbar zu machen, waren Forscher bisher darauf angewiesen mit synthetischen Molekülen zu arbeiten, die über die zelleigene Biosynthese in die DNA eingebaut wurden. Anschließend markierten sie diese mit fluoreszierenden Substanzen. Dieses Verfahren hat jedoch einen großen Nachteil: Oft sind die für die Markierung verwendeten Mittel toxisch oder destabilisieren die DNA, so dass dies häufig einen Wachstumsstopp oder sogar den Zelltod auslösten.
Züricher Forschern ist es nun gelungen, eine neue Substanz zu entwickeln, die das natürliche Thymidin in der DNS-Synthese ersetzen kann. Dieses Nucleosid mit dem Namen F-ara-Edu markiert die DNA mit nur geringem oder sogar gar keinem Einfluss auf die Funktionen in der lebenden Zelle. „ Wir haben F-ara-Edu in Zebrafischeier unmittelbar nach deren Befruchtung zugegeben. Somit konnten wir die Entwicklung der Fische von der allerersten Zelldifferenzierung bis zum Schlüpfen beobachten“, so Anne Neef vom Organisch-chemischen Institut der Universität Zürich.
Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin PNAS berichten, können mit Hilfe dieses Verfahrens Virusinfektionen und Gewebewucherungen identifiziert und neue Wege bei der Medikamentenentwicklung eingeschlagen werden.































