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Blutschnee bringt Gletschertod
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Algen

Blutschnee bringt Gletschertod

Die Sonne kann Gletschern normalerweise nicht viel anhaben. Weiße Schnee- und Eisflächen reflektieren einen Großteil des Sonnenlichts. Doch wenn Rotalgen die Gletscher besiedeln, verdunkelt sich die Oberfläche – und das Eis schmilzt.

Schon seit geraumer Zeit ist bekannt, dass Schneealgen mit ihrer roten Pigmentierung die Schnee- und Eisoberfläche verdunkeln. Eine dunklere Oberfläche wiederum führt zu einer höheren Wärmeaufnahme. Stefanie Lutz vom Deutschen GeoForschungsZentrum zeigt nun in ihrer Studie, die zusammen mit Kollegen der Universität Leeds entstand, dass großflächige rote Algenblüten die Reflektion der Sonne erheblich reduzieren. So könnten die Schneealgen einen Anteil an der Gletscherschmelze haben – dieser Beitrag sei bisher stark unterschätzt worden, so die Forscher. „Mit dieser Studie zeigen wir, dass der Bio-Albedoeffekt wichtig ist und in künftige Klimamodelle integriert werden muss,“ erläuterte Stefanie Lutz.

Das Maß für das Rückstrahlvermögen von Oberflächen heißt Albedo. Blutschnee, wie die roten Algenblüten auch genannt werden, verringert die Albedo um bis zu 13 Prozent, so die Forscher. Für die Studie untersuchte das Team die Biodiversität von Bakterien und Schneealgen mit Hilfe von modernsten molekularbiologischen Methoden, wie Hochdurchsatz-Sequenzierung von speziellen Genen. Sie nahmen rund vierzig Proben von 21 Gletschern in der europäischen Arktis. 

mehr Informationen: Deutsches GeoForschungsZentrum 

Publikation: Nature Communications 

© laborwelt.de/um

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